Die Nachfrage, ob ich über das Konzept “Mein Chor im Jahre 2020″ referieren könne, nimmt immer mehr zu. Von Berlin über Nürnberg, von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen, sehen Chorgemeinschaften mit der Umsetzung dieses Konzeptes die Chance zu überleben ohne » weiter lesen
Archiv vom » Oktober 2008 «
Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Mitgliederwerbung. Immer mehr Chorverbände, Sängerkreise und Chöre suchen intensiv nach einer Möglichkeit, effektive und erfolgsversprechende Nachwuchskonzepte zu finden und möglichst bald erfolgreich umzusetzen.
Mein Nachwuchskonzept gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung, da der belegbare Erfolg innerhalb eines Jahres bei 2.500 neuen Sängerinnen und Sängern in einem Durchschnittsalter von ca. 40 Jahren liegt.
Samstag trafen sich die Chorvorsitzenden und Chorleiter des Dill-Sängerbundes im Hessischen Sängerbund unter dem Vorsitz des Initiators Uwe Enders, um sich mit diesem Konzept vertraut zu machen.
Das Chorkonzept weckte » weiter lesen
Der Starkritiker einer angesehenen Zeitung verpasst in einem kleinen Provinzstädtchen seinen Anschlusszug. Wie er so überlegt, was man machen könnte, kommt ihm die Idee, doch in die Oper zu gehen. Es kommt eine Oper mit Tenorsolo und der Kritiker bekommt tatsächlich noch eine Restkarte für die erste Reihe des ausverkauften Hauses. Der Tenor, ein alter Mann, total abgesungen, singt sein Solo.
Anschließend donnernder Applaus, “Bravo”-Rufe, Schreie: “Da Capo! Da Capo”. Der Kritiker versteht nichts. Als der Tenor unter großen Mühen nochmals sein Solo gesungen hat und das Publikum ihm mit brausendem Applaus dankt, wiederum mit Zwischenrufen: “Da Capo!…”, wendet sich der Kritiker an seinen wild klatschenden Nachbarn und fragt: “Na hören Sie mal, der Mann ist doch grottenschlecht. Wieso wollen die Leute ihn da denn nochmal hören?” Darauf der Nachbar begeistert: “Ja, das wissen wir schon lange, aber heute machen wir ihn fertig!”
Kürzlich bekam ich das Konzertprogramm eines Chores wo überschriftlich zu lesen stand:
“IN SZENE GESETZT”
Die besten Firmmusiken aller Zeiten
Bearbeitet von (der Name des Chorleiters wird hier genannt)
Dann folgten 18 aktuelle Titel, deren Rechte (70 Jahre nach Ableben des Urhebers bzw. Komponisten) aktueller denn je bestehen. Nicht genug damit, dass diese Titel bearbeitet wurden, nein, es wird auch noch der Komponist mit angegeben. Der Verlag fehlte allerdings.
Offensichtlich wissen hier Chorvorstand vor allem aber der Chorleiter = Bearbeiter nicht, dass dieses Procedere nicht zulässig ist und mit ziemlich hohen Strafen geahndet wird.
Als Bearbeiter muss ich zunächst, bevor ich einen Titel bearbeite, die Genehmigung des Komponisten bzw. des Verlages einholen, um einen Titel bearbeiten zu dürfen. In aller Regel wird dann ein Betrag vereinbahrt, mit dessen Zahlung eine Genehmigung zur Bearbeitung für den eigenen Chor verbunden ist. Erst danach darf ich einen Titel (nur für meinen Chor) bearbeiten. Dies würde, in unserem Falle, alle 18 Titel betreffen.
Die Gema, die Subunternehmer beschäftigt, um Konzerte zu besuchen, erhält ein Konzertprogramm zu Abrechnung der Gebühren. Jeder Komponist oder autorisierter Bearbeiter bekommt danach seine ihm zustehenden Tantiemen.
Ich wäre mit dieser Art der Konzertpräsentation mehr als vorsichtig, weil es ziemlich teuer werden kann (wir reden hier von mehrstelligen Summen). Diese Bußgelder werden nicht durch die Gema verhängt, sondern durch den jeweiligen Urheber gerichtlich geltend gemacht. So haben beispielsweise Elton John, Henry Mancini, James Horner oder Vangelis ein eigenes Management mit einer eigenen Rechtsabteilung.
Auch der Quartettverein Karken mit Michael Gornig , dem Landesschriftführer des Chorverbandes NRW an der Spitze, setzt mein Nachwuchskonzept “Mein Chor im Jahre 2020″ um.
Als ersten Schritt gründete der Quartettverein ein Frauenensemble mit der festgeschriebenen musikalischen Ausrichtung Pop- und Unterhaltungsmusik unter Einsatz moderner Licht- und Tontechnik.
Nicht schlecht staunten die Sänger des Quartettverein das sich 35 junge Frauen interessierten, die teilweise lange Anfahrtswege hinter sich hatten. “Das macht Mut für die Zukunft” meinete Michael Gornig überglücklich. “Es zeigt sich deutlich, dass wenn die Musik wieder zum Programm wird, das Singen eine große Attraktivität in der Gesellschaft erfährt.” Chorleiter Wolfgang Beule freute sich ebenfalls über diese Resonanz. Für ihn bedeutet die Übernahme der musikalischen Leitung dieses Ensembles Weiterbildung, Auseinandersetzung mit neuer Pop- und Musicalliteratur unter Einsatz von Halbplaybacks; denn das wollen die Damen und nur deshalb sind sie gekommen.
Herzlichen Glückwunsch auch von meiner Seite zu diesem grandiosen Erfolg.








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