Betrachtet man außenstehend das diesjährige Meisterchorsingen des Chorverbandes NRW in Arnsberg, so hat sich hinsichtlich der Teilnehmerzahlen gegenüber dem vergangenen Jahr die Teilnehmerzahl von 36 im vergangenen in diesem Jahr weiter auf 35 reduziert. Spricht man mit vielen Kolleginnen und Kollegen, so geht das Interesse zur Teilnahme an Leistungssingen immer mehr gegen „0“. Ehrlich gesagt auch bei meiner Person, obwohl ich immer in den vergangenen Jahren ein Verfechter der Leistungssingen war und immer mit meinen Chören daran teilgenommen habe.

Dies hat natürlich viele Gründe, die leider bei den Verantwortlichen immer noch nicht ankommen bzw. anscheinend nicht wahrgenommen werden. Ein weiteres Problem ist nach wie vor der mangelnde Informationsfluss und die mangelnde Kommunikation des Chorverbandes zur Basis. Damit meine ich die Kommunikation zu den Chören und vor allem zu den Chorleiterkollegen/innen. Es ist eine altbekannte Tatsache: „Was der Chorleiter nicht will, will auch der Chor nicht!“ Dies ist ja schon und das mittlerweile verstärkt an vielen Stellen verbandsintern festzustellen. Es war ein großer Fehler, den ehemaligen Musikausschuss in einen Musikrat zu ändern. Kein Gremium weiß näheres von anderen Gremien! Die sogenannten neuen „Untermusikausschüsse“ treffen sich nur noch höchst selten innerhalb eines Jahres, wenn überhaupt. Ich hatte damals vor dieser Entwicklung gewarnt. Was schon im Kleinen nachweislich nicht funktioniert, funktioniert im Großen schon gar nicht.

Erfreulich ist es für mich festzustellen, dass meine Vorschläge, die ich bereits vor Jahren im damaligen Musikausschuss gemacht habe, nun nach und nach tatsächlich umgesetzt werden, obwohl ich dafür damals verhöhnt und belächelt wurde ( „keine Punkte mehr öffentlich bekannt zu geben“ und „der Jury die Entscheidung überlassen, wer aufgrund welcher gezeigten Leistung wie eingestuft wird, ob Meister-, Konzert- oder Leistungschor“ ). Dies ist in Protokollen der damaligen Musikausschusssitzungen nachlesbar!! So sind in diesem Jahr keine 8 Chöre durchgefallen, sondern sie gehen immerhin noch mit dem Titel Konzertchor (Leistungsstufe B) nach Hause.

Für absolut falsch halte ich allerdings die Entscheidung, dass in allen Stufen eine finanziell identische Förderung gewährt wird. Hier sollte es schon nach einer Klassifizierung der Leistungsstufen deutliche Unterschiede geben. Ist dies nicht der Fall, werte ich damit die jeweils höhere Klassifizierung ab.

Nun bin ich sehr gespannt, wann auch mein letzter Vorschlag in die Tat umgesetzt werden wird:
Das an zwei Wochenenden ein Leistungssingen stattfindet, wo die Jury bei allen teilnehmenden Chören eine Klasseneinteilung vornimmt, also in

Leistungsstufe C = Leistungschor
Leistungsstufe B = Konzertchor
Leistungsstufe A = Meisterchor

Vielleicht ist es ja für die Leistungssingen noch nicht zu spät, wo doch der „Zuccalmaglio Volkslieder Wettbewerb“ und der „Volskliederpokalwettbewerb für ältere Chöre“ im vergangenen Jahr mangels Masse eingestellt wurden.

Ein Wort an das Präsidium:
Es gibt nicht nur den/die „türkischen Chor/Chöre“ und „Toni“, der von den Chören nicht angenommen wird, für einen Verband mit 58 Mitgliedern, nämlich den Sängerkreisen. Nein es gibt vor allem unsere Basischöre, die durch ihre Mitglieder ebenfalls über Ihre Sängerkreise den Chorverband zu einem großen Teil finanzieren.