Das Vocalensemble “chant du choeur changeant” ( übersetzt: “veränderlicher Chorgesang” ), gründete sich im August 2001. Es waren 8 engagierte Sängerinnen und Hermannjosef Roosen, die mehr wollten als nur in einem tradierten Frauenchor mit seinen üblichen Strukturen zu singen.

Schon im Oktober 2001 nahmen sie an einem Zuccalmaglio Volksliederwettbewerb in Enger teil mit sehr großem Erfolg. Dieser Titel wurde bis heute gehalten und immer wieder in einem Dreijahresintervall wiederholt. Ein festes Vorhaben war geboren: Zur ständigen Leistungskontrolle soll künftig an Leistungssingen des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen wie auch an nationalen und internationalen Chorwettbewerben teilgenommen werden. Als nächstes Ziel stand, neben Konzerten im näheren Umfeld, das Erreichen der Stufe 1 in Finnentrop, was wir mit drei mal “sehr gut” schafften.

Im Jahr 2004 ergab sich der Probenzusammenschluss mit dem Dülkener Ensemble “Weib Things”. Dieses Ensemble hatte in der gleichen Stärke bis dato gleiche Leistungen und Erfolge erzielt. Inzwischen sind diese beide Ensembles zu “chant du choeur changeant” zusammengewachsen. Als nächsten Schritt auf dem Weg zum “Meisterchor des Sängerbundes NRW” musste die Stufe 2 der Leistungssingen mit natürlich deutlich höheren Anforderungen bewältigt werden. Am 18.06.2005 wurde dieser Traum wahr: Die Stufe 2 war geschafft, ebenfalls mit den Noten vier mal “sehr gut” und 24 von 25 möglichen Punkten.

Nun galt es auch die noch bevorstehende letzte Hürde zu nehmen. Am 28.05.2006 war unser Vorhaben in Rheine geschafft. Mit ebenfalls vier mal “sehr gut” und einem tosenden Beifall wie auch “Standing Ovations” des anwesenden Publikums während unserer Vorträge haben wir den Titel “Meisterchor des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen” errungen und dürfen diesen, nach weiteren Prüfungen ebenso wie andere Wettbewerbstitel.

Wir wollen auch künftig das Unmögliche versuchen beispielhaft zu erreichen, damit das Mögliche möglich gemacht wird im Interesse unseres Publikums und unserer Fans. So die damalige Intention.

Manchmal gibt es im Leben Situationen, wo man Abschied nehmen muss. Mit dem ausverkauften Weihnachtskonzert 2017 verabschiedete ich mich von meinem Schiefbahner Publikum. Ich danke allen Besuchern, die mir zu meinen musikalischen Aktivitäten hier in Schiefbahn über 16 Jahre die Treue gehalten haben.

Wo hier in der Schulzeit alles begann, endet nun eine Epoche für mich in Willich und in Schiefbahn. Ich habe während meiner Schulzeit hier am St. Bernhard Gymnasium wertvolle und fürsorgliche Menschen durch die dort tätigen Oblaten Patres, (Nordt, Börsch, Schäfer, Risse, Wolf, Vennemann, Terhorst OMI und viele mehr) meine Lehrer und Präfekten, kennen und schätzen lernen dürfen, die mir neben meinem Vater den Weg zur Katholischen Kirchenmusik gezeigt haben.

Einen lieben Schulfreund habe ich in jedem Jahr immer wieder treffen dürfen, Pfr. Heinz Herpers. Worüber ich mich stets sehr gefreut habe.

Nach und nach machte sich in den letzten beiden Jahren ein Vorstand breit unter dem Vorsitz einer Heike Römer-Blazek, der aus meiner Sicht bewusst auf Konfrontation hinarbeitete und die Ensemblemitglieder unvollständig bzw. falsch und nicht offen und ehrlich informierte und sich massiv in musikalische Belange des Ensembles einmischte. Ein ähnliches Vorgehen gab es schon einmal mit einem Mettmanner Ensemble namens „ClassicArts“. Fakt ist, dass es sich nicht mehr um mein Ensemble chant du choeur changeant handelt und handelte, dass ich vor 16 Jahren einmal gegründet hatte, viele Wettbewerbstitel gewonnen habe und das weit über die heimatlichen Grenzen anerkannt war.

Natürlich halte ich mein Ensemble Cantare Repelen, wie in den 36 Jahren zuvor, weiter bei.

Ihnen allen wünsche ich für das Jahr 2018 alles erdenklich Gute, bleiben Sie gesund. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege noch einmal anderswo.