Hermannjosef ROOSEN, ICV/VDB/ICA/CED

Dirigent - Dozent - Komponist - Chorleiter

Mess op Kölsch

St Paul in der Kölner Neustadt An der Urelpforte

„Wenn et Bedde sich lohne dät?!“ Unter diesem Motto stand die „Mess op Kölsch“ der Karnevalsgesellschaften KG Löstige Paulaner, KG Blomekörfge und KG Fidele Zunftbrüder.

„Mir sin‘ kölsche Mädcher“ sagten sich die Mitglieder des PolizeiFrauenchores Köln und waren spontan bereit die musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes mit zu übernehmen, mit „Schäng Schuster an d’r Urjel un Wolfgang Haas an de Trompet“.


Pastuur Jupp Embgenbroich

„Se han et joot jemaat“ sääd de Pastuur Jupp Embgenbroich un et joov vell Applaus.


Für mich, aus der niederrheinischen Tiefebene kommend und wöchentlich mit einer Ausnahmegenehmigung in das heilige Köln einreisend, war der Gottesdienst etwas ganz besonders. Hier der Ablauf:

Mess op Kölsch 01

Mess op Kölsch 02

Mess op Kölsch 03

Mess op Kölsch 04


Der Chor während der Messe

Zu Agnus-Dei

Zom Uszoch "Unser Staumbaum"

Schäng Schuster an d'r Urjel

Ich ben et

Die Präsidenten und Kirchenbesucher


Hier ein Auszug für alle Ausländer, wie ich auch einer bin, aus dem „Kölsche Grundgesetz“:
§ 1
Et es wie et es.
§ 2
Habe keine Angst vor der Zukunft. – Et kütt wie et kütt.
§ 3
Lerne aus der Vergangenheit. – Et hätt noch immer jot jejange.
§ 4
Jammere den Dingen nicht nach. – Wat fott es es fott.
§ 5
Sei offen für Neuerungen. – Nix bliev wie et wor.
§ 6
Seid kritisch, wenn Neuerungen überhand nehmen. – Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.
§ 7
Füge dich in dein Schicksal. – Wat wellste maache?
§ 8
Achte auf deine Gesundheit. – Mach et jot ävver nit ze off.
§ 9
Stelle immer erst die Universalfrage. – Wat soll dä Quatsch?
§ 10
Komme dem Gebot der Gastfreundschaft nach. – Drinkste ene met?
§ 11
Bewahre dir eine gesunde Einstellung zum Humor. – Do laachste dech kapott.

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2 Kommentare

  1. Heidi Omar 24. November 2011

    Lieber Hermannjosef,
    herzlichen Glückwunsch zum Kölsch, dieses Mal nicht in flüssiger Form, sondern in flüssiger ‚Sprooch jeschrivve‘. Hut ab. Und da ich ja auch ’ne Pimmock bin, kann ich es nachfühlen; das Kölsch schreiben und sprechen lernen ist anstrengend, nicht das Trinken.
    Jedoch nach so vielen Jahren in Köln bin ich längst hier angekommen und fühle mich sehr wohl unter den Domtürmen. Kölle, do ming Stadt am Rhing. Und ich verstehe dat Kölsch ziemlich jut, nur mit dem Sprechen hapert es, tja, dafür muss man dann wohl doch hier jeboore sin.
    Aber Du hast das mit dem Ablauf und den vorhandenen Bildern prima ‚in die Reihe‘ gekriegt.
    Es war ein volksnaher und menschlicher, aufgelockerter Gottesdienst in dieser Mundart.
    Maach wigger esu, und Danke für Deine Mühen,
    sagt Heidi Omar.

  2. Gaby Blum 24. Januar 2012

    Sehr geehrter Herr Roosen,

    ich suche hier im Netz nach einer Messe in Mundart mit Liedtexten bzw. den dazu gehörigen Noten.
    Texte habe ich einige gefunden.
    Mein Name ist Gaby Blum und ich wohne hier in einem kleinen Ort bei Bad Neuenahr Ahrweiler.
    Mein Mann ist gebürtiger Kölner hat aber mit der Kirche nichts am Hut. Nur das Sie mich ein wenig kennenleren, ich böchte am Karnevalssamtag in unseren kleinen Gemeinde ein Mundartmesse mit gestalten und daher bin ich auf der Suche nach Infomaterial und auch schon geschriebenen Texten den lesen kann ich es nur nicht selber so aufschreiben.
    Und nun las ich hier dat Sie dat joot geemat han.
    Vielleicht können Sie mir ja helfen?
    Ich würde mich sehr freuen über eine Nachricht von Ihnen.
    Mit freundlichen Grüßen von der Ahr.
    Gaby Blum

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